... sind die Seele des Geoquest-Verlags. Nur durch ihre Ortskenntnis, ihr Wissen und ihre Freude, ihre Kenntnisse mit anderen zu teilen, ist es möglich, fachlich exakte und optisch attraktive Bücher zu machen. Wir freuen uns immer auf neue Autoren und frische Ideen für gute Bücher!

Fritz Blach begann 1981 in den Dolomiten mit dem Klettern, nachdem ihn 1975 bei einem Klassenausflug nach Südtirol der Klettervirus befallen hatte. Um neben dem Beruf und den vielen anderen Interessen (vor allem Winterexpeditionen in die Arktis sind seine zweite große Leidenschaft) hinreichend für das Klettern trainieren zu können, wurden die Steinbrüche im nahen Biggetal sein bevorzugtes Ziel. Fritz erkannte sehr früh die gute Eignung der Steinbrüche zum Klettern. Seit Ende der 1980er Jahre viele der traditionellen Klettergebiete weitgehend gesperrt wurden, nimmt deren Bedeutung im Sauerland immer mehr zu. Fritz brachte sich schon sehr früh bei den Verhandlungen um die Klettergebiete ein und verfolgte bereits 1985 die Landschaftsbeiratssitzung in Olpe, die zur damaligen Kletterbefreiung der Hohen Ley in Finnentrop führte. So war er auch maßgeblich an der Rahmenvereinbarung Klettern und Naturschutz mit der Landesregierung in NRW im Jahr 2007 beteiligt und hat sich vielfältig um die Erschließung der Steinbrüche im Sauerland engagiert. Als Routenerschließer gehen über 200 eingebohrte Routen auf sein Konto, wobei natürlich viele freiwillige Helfer bei der Vorbereitung zum Bohren geholfen haben. Fritz ist seit 2003 der Referent für Klettern und Naturschutz beim Landesverband NRW des DAV und vertritt sein Bundesland in der Kommission Klettern und Naturschutz auf Bundesebene. Neben der sportlichen Herausforderung des Kletterns ist für ihn die Verbindung des Sports mit dem Bereisen und Kennenlernen ferner Länder und Kulturen besonders wichtig. So führte ihn seine Reiseleidenschaft bereits in viele verlassene Winkel dieser Erde. Seine (Kletter-) Heimat aber ist und bleibt das Sauerland, mit dem er fest verwurzelt ist.
Steffen Kern wurde 1970 am Fuße der rauen schwäbischen Ostalb geboren und wuchs in Bopfingen am Ipf auf. Mit letzterem – dem schönsten Berg Deutschlands – in Kindesreichweite, war das alpine Schicksal quasi in die Wiege gelegt. Fast jedes Jahr reisten seine Eltern zudem mit ihm zum Wandern in die schönsten Berge der Welt, die Dolomiten.
Trotz alledem schlug der Autor in seinem ersten Leben eine Tenniskarriere ein, wurde Kleinstadtkinderstar und später blondgelockter Trainer. Erst 1991 tauschte er zum Ende des Zivildienstes Schweißband gegen Chalkbag. Auf Rosenstein und Eselsburger Tal folgte ab dem nächsten Sommer zwölf Jahre Alpines,bevorzugt „Pause-Routen“ und große Wände. Bisher sind rund 200 alpine Kletterrouten in Fels und Eis zwischen Gesäuse und Dauphiné zusammengekommen.Die meisten datieren allerdings aus den Jahren bis 2003. Denn ab jenem Jahr vollzog sich bei Steffen Kern eine rasant voranschreitende vertikale Verwandlung. Ein Dreitagestrip ins Magic Wood im Schweizer Averstal, bei dem er nicht viel hochkam, aber am entspannten Boulder-Lifestyle Gefallen fand, war die Initialzündung. Fortan verdrängten die Blöcke die Berge mehr und mehr, Fontainebleau löste die Dolomiten als Felsheimat ab. Seither geht‘s von Block zu Block quer durch Europa: an Gotthard-, Susten- und Grimselpass, nach Chironico, Petrohrad, Albarracin und Tinos. Aber immer seltener ins echte Gebirg‘.
Treibt er sich nicht herum – und das ist die meiste Zeit –, schreibt Steffen Kern übers Klettern und redigiert Artikel zum Thema. Seit Februar 2002 arbeitet er als Redakteur bei „klettern“ in Stuttgart. Nach dem Magister-Abschluss in Allgemeine Rhetorik,Philosophie und Neuere deutsche Literatur in Tübingen im Jahr 2000 versuchte er, auf diese Weise eine Promotion in Philosophie zu finanzieren.Doch Cresciano und Gramschi, Adorno und Annapurna konnten nicht miteinander. Kant und klettern, Messner und Marie-Rose, Lyotard und Lebensstil ebensowenig – seit 2005 liegt auch der zweite wissenschaftliche Anlauf, eine Promotion in Rhetorik über das „Erhabene in der Alpinliteratur“, auf Eis. Denn in der Freizeit gilt: Und ewig lockt der Fels.
Mehr über Steffen: Auf klettern.de
Peter Brunnert wurde 1957 im niedersächsischen Hildesheim geboren, ziemlich genau zwischen dem Harz im Süden und der Zuckerrübensteppe im Norden, die sich dann bis zum Polarkreis fortsetzt, ohne dass man auf richtige Berge stößt. Jungs, die in Hildesheim geboren werden, wollen normalerweise Lokomotivführer werden oder Verwaltungsinspektoren, nicht jedoch Bergsteiger. Peter Brunnert ist dann auch eher durch einen Zufall Kletterer geworden und überlebte die ersten Jahre seiner Bergsteigerkarriere nur mit viel Glück. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass das meiste schief ging, was er versuchte. Auf Anraten seines Therapeuten schrieb er, um das Geschehene zu verarbeiten, seine ersten beiden Bücher "Wir müssen da hoch“ und "Wirklich oben bist du nie".
Schon im zarten Alter von 17 Jahren begeisterte er sich für die unvergleichliche Kletterei an den Türmen des Elbsandsteingebirges, die auch in seinen ersten Büchern eine wichtige Rolle spielt. Im vorliegenden Band „Die spinnen die Sachsen“ verarbeitet er einige der zahllosen, teils grotesken, teils dramatischen Geschichten, die sich beim Sächsischen Bergsteigen regelmäßig abspielen. Dabei begeistert er seine Leserschaft mit seiner unnachahmlich trockenen Art, Grauenvolles humorvoll zu verpacken.

So kennen wir ihn: voll konzentriert, das sächsische Bier in Reichweite.
Im richtigen Leben arbeitet Brunnert bei einer Versicherung und geht klettern. Am wichtigsten jedoch sei es, so Brunnert " … dass man das Klettern nicht so ernst nimmt, denn das, was wir da an den Felsen tun, ist, bei Licht betrachtet, und vor allem in kosmischen Zusammenhängen bedacht, eigentlich ziemlich bekloppt."
Bedeutende Bücher (u.a.):
Mehr über Peter: auf seiner legendären homepage www.peter-brunnert.de
Thomas Hocke, Jahrgang 81, begann im Alter von 9 Jahren mit dem Klettern. Seine Eltern schleppten ihn in alle möglichen Gesteinsformen, so dass er keine Möglichkeit fand, sich auf eine bestimmte Klettertechnik zu spezialisieren. Heute ist das für ihn die Voraussetzung, sich in allen Spielformen des Sportkletterns wohl zu fühlen. Auch wenn er 2002 in Norwegen mit 215 Metern Länge eine der anspruchsvollsten Erstbegehungen im 8. Grad im dortigen Gebiet kreierte, zog es ihn doch mehr in die kurzen knackigen Sportkletterrouten und Boulder. Durch sein Studium der Sozialen Arbeit in Bamberg ist er natürlich derzeit öfter im Frankenjura als in Thüringen unterwegs. Trotzdem gilt Thomas in der Südthüringer Kletterszene als der „lebende Kletterführer“. Viele Erstbegehungen im Thüringer Porphyr gehen auf sein Konto. Die wichtigsten für ihn waren „Celtic Frost“ 7+ am Koppenstein 1996, „Overkill“ 9+ am Heinrichsbacher Stein 2003, „Judas Priest“ 10- am Judas 2005 und „Atheist“ 8a Fb trav. am Judas 2008.
Auch ist Thomas ständig auf der Suche nach neuen Gebieten, die das Klettern in Thüringen attraktiver machen. Dabei ist es ihm wichtig, dass nicht nur die leistungsambitionierten Kletterer ihre Routen finden. So stellt der Kletterführer Thüringen einige, von Thomas ausgebuddelte Gebiete vor, die noch nie veröffentlicht wurden. So zum Beispiel das Einsiedel, der Sportplatzfelsen und den Sonnigen Hermann. Unverkennbar tragen auch die 12 Apostel und das Hülloch seine Handschrift.
Mehr über Thomas und seine Felsensucht: http://felsensucht.blogspot.com
Dirk Uhlig, Jahrgang 78, trieb bis zu seinem 20. Lebensjahr als Langstreckenläufer und Triathlet sein Unwesen. Durch einen (un)glücklichen Zufall machte er Bekanntschaft mit dem Klettersport und war sofort Feuer und Flamme. Johannes Vogt aus Erfurt wurde sein Klettervater und nahm ihn gleich an den größten Felsen Thüringens mit. Die Hangelwest am Falkenstein sollte seine erste Tour sein. In der dritten Seillänge, als Johannes davon geeilt war, begann es zu regnen, der Seilpartner war nicht mehr zu sehen und Dirk zweifelte in 60 Meter Höhe an der Belastbarkeit von Klettersachen. Doch das alles half nicht, ihn von seinem neu eingefangenen Klettervirus zu befreien. Er bereist inzwischen ganz Europa, Nordamerika und Asien immer den Felsen auf der Spur. Dirk studiert gerade Sport- und Erziehungswissenschaften in Erfurt und ist auch klettertechnisch dem grünen Herzen Deutschlands treu geblieben. Fast 100 Erstbegehungen bis in den 10. Grad gehen mittlerweile auf sein Konto und als ambitionierter Routensammler hat er schon 85 % aller Wege in Thüringen geklettert. Er besteigt eigentlich alles vom Ein-Zug-Boulder über 18-Seillängen-Nordwände zu den 4000ern der Alpen. Seit 2004 betreut er das Amt des Referenten für Klettern und Naturschutz im Landesverband des DAV und hat schon über 600 Haken zur Sanierung der Thüringer Felsen angebracht. Mit dem Buch SteinReich möchte er die Reize, welche die Thüringer Kletterlandschaft bietet, einem weiten Kreis näher bringen.
Zur Partnerschaft zwischen dem Geoquest-Verlag und Dirk Uhlig: www.geoquest-verlag.de/
Sein Blog: http://nohand-freakclimber.blogspot.com/
Alex Schmalz-Friedberger, Jahrgang 1964, aufgewachsen in Friedberg/Hessen, lebt seit 1993 in Koblenz und kennt wie kein anderer die Basaltklettergebiete bei Mayen. Alex klettert seit 1980 und im Verlauf seiner 25 jährigen Laufbahn als Kletterer hatte er die Gelegenheit, weltweit viele Gebiete kennenzulernen und dabei Höhen und Tiefen erlebt, die dieser einzigartige Sport demjenigen zu bieten hat, der sich ihm voll verschrieben hat.
Als freiberuflicher Geologe nutzt er jede sich bietende Gelegenheit, um so oft und so lange wie möglich unterwegs zu sein. Seien es die heimischen Klettergärten, die Klettergebiete in Südfrankreich, Italien oder Spanien, in den Wendenstöcken, im Rätikon oder im Urner Granit, in den big walls des Yosemite Valleys oder im Zion Canyon – jede Spielart des Felskletterns begeistert ihn und insbesondere die Freikletterei in großen Wänden ist seine große Leidenschaft.
Sein Bücherschrank steht voll mit Kletterführern aus aller Welt und auf seinen Reisen hat er es zu schätzen gelernt, solide Informationen der Gebietskenner der besuchten Klettergebieten in der Hand zu halten. So ist es nicht verwunderlich, dass er ebenfalls über seine „Heimatgebiete“ Kletterführer geschrieben hat: 1990, zusammen mit Jürgen Krause, über die Sandsteingebiete im Odenwald und seit 1995 dokumentiert sein Kletterführer den Stand der Dinge in den Basaltklettergärten bei Mayen.
Alex schreibt regelmäßig in: klettern-ettringen.de

Frank Schorisch, geboren 1974 in Salzwedel, arbeitet seit 2004 mit der Kamera. Mit dem Shara-Film gab er ein erfolgreiches Debüt, welches mit dem Böhlitzer Bergfilmpreis ausgezeichnet worden ist.
Der ausgebildete Sporttherapeut ist momentan als Industriekletterer tätig und ist in seiner Freizeit mit der Filmkamera kreativ.
Sein neuer Film "Kletterfrank" thematisiert auf skurril-witzige Weise das Spannungsfeld Liebe - Klettersucht und der dazugehörige eingängige Song wird in Mitteldeutschland inzwischen schon beim Zugang zu den Felsen gesummt. Sehen könnt ihr den Kurzfilm bei Youtube:
www.youtube.com/user/kletterschorsch
Auch sehenswert: Franks kurzer Speed-Jümarfilm aus Löbejün!
Jahrgang 1981, Halle (Lehrerin, Klettertrainerin)
Die Begeisterung für die Bewegung in der Vertikalen wurde schon am Klettergerüst des Kindergartens entdeckt. Danach war kein Baum und Gemäuer mehr sicher.
Später führten sie Seil und Klemmkeile an die kleinen und großen Wände der Welt. Bei verschiedenen Expeditionen nach Kirgisien, Algerien und Albanien gelangen ihr einige Erstbegehungen.
Die tollen Felsen und die schöne Landschaft der größten Kanareninsel verlangten geradezu nach einem guten Führer. Um nicht zwei Bücher schleppen zu müssen, hatte sie die Idee mit dem kombinierten Kletter-Reise-Führer.
Ebenfalls auf Chris' Konto geht der Wochenkalender, große Teile des Runänienkletterführers und sie koordiniert das Projekt Passion Vertical.
Gerald Krug, Jahrgang 1971
geboren in Zwickau (Sachsen), aufgewachsen in Herzberg/Elster (Brandenburg),
lernte das Klettern mit 15 Jahren in Mitteldeutschland und in der Sächsischen Schweiz. Seitdem ist das Klettern und alles, was damit zu tun hat, seine große Leidenschaft. Das Studium der Geografie verschlug ihn 1991 nach Halle (Sachsen-Anhalt), wo er nach seinem Abschluss den Verlag GEOQUEST gründete und den Kletterführer Mitteldeutschland herausbrachte. Viele weitere Bücher folgten. Immer auf der Suche nach schönen Linien hat er neue Felsen entdeckt und zahlreiche Erstbegehungen bis Xc realisiert. In jüngster Zeit hat er sich verstärkt den Bouldern zugewandt (natürlich nur, um auch im "richtigen" Klettern besser zu werden :-)).
Er ist Vorsitzender der IG Klettern Halle-Löbejün und arbeitet ehrenamtlich im Deutschen Alpenverein im Bereich Naturschutz.
Mehr (persönliches) über Gerald Krug im Interview von free-solo.de
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